Fußballturnier „Zoff dem Stoff"

FC Eiserfeld

© Martin Büdenbender

Das festetablierte und jährlich stattfindende „Zoff dem Stoff“-Fußballturnier für die C-Jugend ist ein Kooperationsprojekt und vermittelt an zwei Tagen die Freude am Fußball und informiert gleichzeitig über Suchtvorbeugung.

Als der Sportverein FC Eiserfeld, die AOK Nordwest und die Kreispolizeibehörde Siegen sich zusammenfanden, um ein „Anti-Drogen-Fußballturnier“ zu planen, wussten sie nicht, welche Erfolgsgeschichte das Turnier haben würde. Der Sportverein hatte den Jugendfußball im Blick, die AOK die legalen Drogen wie Zigaretten und Alkohol und die Polizei die illegalen Drogen. Martin Büdenbender, Presse- und Öffentlichkeitsreferent bei der AOK Nordwest und Gründungsmitglied der erfolgreichen Turnierreihe „Zoff dem Stoff“, sagt: „Wichtig war und ist uns immer, ohne den erhobenen Zeigefinger unsere Botschaft zu vermitteln. Wir haben schnell gemerkt, dass gute Vorbilder das Verhalten der Spielerinnen und Spieler und Trainerinnen und Trainer prägen. So haben wir in Kabinengesprächen denen den Rücken gestärkt, die sich vorbildlich verhalten.“

Am Tag des Turniers werden die Betreuerinnen und Betreuer sowie Trainerinnen und Trainer der teilnehmenden Mannschaften zu einem „runden Tisch“ eingeladen. Dazu holen sich die Organisatoren des Kooperationsprojektes professionelle Hilfe. Die Verantwortlichen von teilnehmenden Bundesligavereinen, wie bspw. der Jugendkoordinator von Bayer 04 Leverkusen, berichten über ihre Arbeit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „runden Tisches“ werden von den Referentinnen und Referenten auch zu deren Trainingseinheiten und Veranstaltungen eingeladen, damit sie sich vor Ort ein Bild machen können. „Besonders positiv ist bis heute, wie das ruhige und disziplinierte Verhalten der teilnehmenden Bundesligamannschaften sich auf die heimischen Spielerinnen und Spieler und ihre Trainerinnen und Trainer auswirkt.“, reflektiert Martin Büdenbender.

Auch attraktive Vorführungen aus anderen Sportarten wie Kunstradfahren, Turnen oder Tanzen ermöglichen einen Blick über den sportlichen Tellerrand.

Die Organisatoren des Kooperationsprojektes haben erfolgreich durchgesetzt, dass es während des Kinder- und Jugendturniers keinen Alkoholausschank gibt. Martin Büdenbender: „Zunächst bedurfte es schon ein wenig Überzeugungsarbeit, damit auf den Verkauf von Bier verzichtet und ein Rauchverbot in der Halle durchgesetzt werden konnte. Doch was früher teilweise noch zu Unverständnis führte, ist schon seit vielen Jahren zur Selbstverständlichkeit geworden.“ Stattdessen bietet der Suchthilfeverband das „Blaue Kreuz“ an beiden Turniertagen alkoholfreie Cocktails an.

Darüber hinaus liegen die Infomaterialien der Aktionen „Kinder stark machen“ und „Alkoholfrei Sport genießen“ für die Zuschauer aus und werden den Mannschaften gezielt ausgehändigt. In der jeweiligen Turnierbroschüre beleuchten spezielle Artikel und Berichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln das Thema.

Seit 2007 schreibt sich der FC Eiserfeld mit dem Kooperationsprojekt das Motto „Kinder stark machen“ auf die Fahne und macht das Thema Suchtprävention somit zu einem festen Bestandteil der Jugendarbeit.

www.fceiserfeld.de