Gute Gründe für eine „Kinder stark machen"-Schulung

Trainerinnen und Trainer haben großen Einfluss auf die Entwicklung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Sie sind Vorbilder und begleiten sie in wichtigen Entwicklungsphasen. Sie können mit dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche ihr Leben ohne Tabak, Alkohol und andere Suchtmittel meistern.

Am besten gelingt dies, wenn neben den sportlichen Leistungen und Erfahrungen auch die Lebenskompetenz gefördert wird. Doch wie macht man das?

Teilnehmer einer „Kinder stark machen“-Schulung verfolgt den Unterricht konzentriert
© Carsten Kobow

Praxis- und vereinsnahe Hilfen

Die BZgA unterstützt Vereinsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter mit dem Schulungsangebot „Kinder stark machen", das in Zusammenarbeit mit verschiedenen Sportverbänden entwickelt wurde. Die Schulungen bieten praxis- und vereinsnahe Hilfen für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen über das Sportliche hinaus.

Leicht im Trainingsalltag integrierbar

Die Schulungen bestehen aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Sie lernen beispielsweise

  • wie Sie das Training so gestalten, dass es als Erlebnis empfunden wird
  • wie Sie Teamgeist und Fairplay fördern können
  • wie Sie den Kindern helfen können, mit Erfolgen und Misserfolgen umzugehen
  • wie Sie die Kinder darin unterstützen können, Konflikte gemeinsam zu lösen
  • wie Sie Ihrer Vorbildrolle gerecht werden
  • wie Sie Kommunikation, Kooperation oder Vertrauen fördern und
  • wie Sie Suchtvorbeugung ganz leicht im Trainingsalltag umsetzen können.

Beitrag zur Mitgliederbindung

Die Sportvereine profitieren davon, wenn Trainerinnen und Trainer die Schulung besuchen. Denn wenn sich ein Verein in besonderer Weise um seine Kinder und Jugendlichen kümmert, dann verliert er sie nicht. Gerade im Alter von ca. 14 bis 16 Jahren kehren viele den Sportvereinen den Rücken. In dieser wichtigen Lebensphase der Pubertät, gibt es viele Veränderungen. Die Heranwachsenden wollen sich ausprobieren, sie loten Grenzen aus und suchen das Risiko. Gleichzeitig kommen auf sie wichtige Entscheidungen zu, wie zum Beispiel die Berufswahl. Für viele ist es eine schwierige Phase. Deshalb ist es wichtig, dass die jungen Sportlerinnen und Sportler sich zum einen verstanden und angenommen fühlen und zum anderen im Verein ausleben können, was sie suchen: Abenteuer, Grenzerfahrungen und Spaß. Wenn der Verein dann geschultes Personal hat, kann er auf diese Situation besser reagieren und damit der Abwanderung junger Vereinsmitglieder vorbeugen.