Botschafter Harald Schmid zu Besuch beim Fußballverband Niederrhein

22.02.2018 | Duisburg

vier Männer vor einer Wand

Im Januar besuchte „Kinder stark machen“-Botschafter Dr. Harald Schmid (2. v.r.) den Fußballverband Niederrhein (FVN) – einen der aktivsten Partner der „Kinder stark machen“-Schulungen. Dort sprach er mit Bildungsreferent Stefan Wiedon (links), Lehrteammitglied Ferdinand Karos (2. v.l.) und dem ehrenamtlichen Referenten der Kommission Jugendbildung Eberhard Buse (rechts).

Der Verband hatte schon früh erkannt, dass die reine fußball-fachliche Aus- und Weiterbildung nicht mehr ausreichte, um Kinder und Jugendliche zeitgemäß und erfolgreich betreuen zu können. Dafür brauchten die Trainer/innen, Jugend- und Teamleiter/innen auch das entsprechende Rüstzeug in Form einer Aus- und Fortbildung, die ihnen viele pädagogische Inhalte vermitteln würde.

„Die Kleinen Spiele von ‚Kinder stark machen‘ dienen gleich zu Beginn der Lehrgänge als Eisbrecher. Diese Spiele zu Kommunikation, Kooperation, Vertrauen, Erlebnis, Abenteuer sind bis heute ein Schlüssel zum Zugang zu den Teilnehmern“, berichtet Eberhard Buse. „Wir bilden pro Jahr 900 bis 1000 Trainer/innen, Jugend- und Teamleiter/innen aus – immer mit den Modulen von ‚Kinder stark machen‘,“ ergänzt Stefan Wiedon. Er erklärt auch, wie es gelingt, jedes Jahr immer wieder Menschen für die Aufgaben in den Vereinen auszubilden: „Mit unserer Kampagne ‚Der Verband kommt in den Verein‘ gehen wir dezentral zu den Vereinen und bilden dort aus. Das machen wir mit unserem Lehrteam, das zurzeit sieben Referenten umfasst“.

Ferdinand Karos ist es sehr wichtig, dass die Referenten voll hinter den Inhalten von „Kinder stark machen“ stehen. „Wir haben eigentlich die Aufgabe, unsere Lehrgangsteilnehmer für ein kindgemäßes Training fit zu machen. Doch darüber hinaus entwickeln sich die Trainer/innen, Jugend- und Teamleiter/innen auch in ihrer Persönlichkeit weiter und werden sensibel für ihre Vorbildrolle.“ Stefan Wiedon macht dann schnell deutlich, dass sich die Erfolge der Arbeit auch auf dem Platz messen lassen: „Der Trainer mit Bierflasche und Zigarette ist aus der Jugendbetreuung verschwunden. Darüber hinaus sind die Spiele oft auch für Zuschauer alkoholfrei.“

Im Fußball entwickelt sich generell eine neue Vereinskultur. Im Fußballverband Niederrhein und vielen anderen Landesverbänden werden z. B. bis zur F Jugend keine Ergebnisse gezählt. Ferdinand Karos zeigt aber auch die Problematik auf: „Kinder wollen spielen – Eltern wollen Ergebnisse. Gerade hier brauchen die Trainer unsere Ausbildung, damit sie Eltern erklären können, was Kinder für ihre altersgemäße Entwicklung brauchen. Problematisch wird das manchmal, wenn Trainer im Alter eines A-Jugendlichen auf die Eltern treffen. Doch wir bereiten diese jungen Menschen ebenfalls auf solche Situationen vor. Immer wenn von allen verstanden wird, dass neben der fußballerischen Ausbildung der pädagogische Ansatz notwendig ist, floriert auch die Nachwuchsarbeit. Das sind Erfolgserlebnisse für Verein und Trainer gleichermaßen.“

Vereine, die eine „Kinder stark machen“-Schulung für Ihre Trainerinnen und Trainer durchführen möchten, erhalten Unterstützung über schulungenkinderstarkmachende.