Marco Bode

Ein gesundes Aufwachsen braucht die Unterstützung der Gesellschaft

11.06.2018 | Von 1995 bis 2002 trug Marco Bode insgesamt 40 Mal das Trikot der deutschen Fußballnationalmannschaft und schoss neun Tore. 1996 wurde er mit der Mannschaft in England Fußballeuropameister und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan Vizeweltmeister. Heute ist Marco Bode Aufsichtsratsvorsitzender des SV Werder Bremen. In diesem Jahr engagiert er sich für den Bremer Kindertag als Botschafter. Im Interview erläutert er, warum es wichtig ist, sich für Kinder einzusetzen und blickt auf die anstehende WM in Russland.

Portraitfoto Marco Bode
© LBSV Bremen

Herr Bode, Sie sind Botschafter für den Bremer Kindertag. Warum haben Sie diese Aufgabe übernommen?

„Es ist wichtig, Kinder in Bremen stärker zu machen, sie zu Mut und Offenheit anzurufen und zu helfen, dass sie Freude haben, als Kind in dieser Stadt aufzuwachsen. Der Bremer Kindertag ist DIE Veranstaltung in Bremen, die das deutlich machen will. Deshalb bin ich gerne Botschafter.“

Das Motto des Bremer Kindertags lautet „Kinder stark machen“. Die Mitmachinitiative „Kinder stark machen“ der BZgA setzt sich für ein gesundes und suchtfreies Leben ein. Wie wichtig ist es Ihrer Meinung nach, schon im Kindesalter mit Suchtvorbeugung zu beginnen?

„Gesund zu leben und Verlockungen widerstehen zu können, das ist nicht leicht und braucht Unterstützung der Gesellschaft. Ich habe früher selbst geraucht. Besser gar nicht erst damit anfangen als später mit dem Aufhören zu kämpfen. Heutzutage geht es aber auch um Spielsucht, da sind Kinder sehr gefährdet.“

Herr Bode, der Sport kann viel dazu beitragen, die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern zu fördern. Was hat Ihnen als Kind der Fußball gegeben? Wie wichtig waren die Ehrenamtler im Verein für Sie, als Sie noch kein Profispieler waren?

„Also ich denke, es ist nicht übertrieben, dass ich in meiner Kindheit am meisten von meinen Eltern, aber auch sehr viel im Sport und Fußball gelernt habe. Werte, wie Gewinnen wollen aber auch Verlieren können, Teamgeist, Regeln akzeptieren, Respekt vor dem Gegner - das alles und noch mehr kann man im Fußball lernen. Und in der sportlichen Ausbildung von Kindern hat das Ehrenamt natürlich eine sehr hohe Bedeutung!“

Die Fußball-WM in Russland steht kurz bevor. Wo verfolgen Sie das Turnier und was ist Ihr Tipp? Kann Deutschland den Titel verteidigen?

„Ich werde das Turnier im Urlaub und im Trainingslager von Werder verfolgen. Deutschland wird es nicht leicht haben, den Titel zu verteidigen. Für mich sind neben Deutschland vor allem Brasilien und Frankreich Favoriten auf den Titel!“

Dankeschön für das Interview!