Guido Cantz

Mobbing stoppen! Kinder stärken!

20.08.2018 | Unter dem Motto „Mobbing stoppen! Kinder stärken!“ will die Stiftung von Moderator und Komiker Tom Lehel Grundschulkinder für das Thema Mobbing sensibilisieren. Mit dabei ist auch Guido Cantz. Der TV-Moderator erzählt im Interview, warum er sich gegen Mobbing stark macht und was Eltern tun können, deren Kinder gemobbt werden.

Portraitfoto Guido Cantz
© Porz Entertainment – Patrick Liste

Herr Cantz, Sie unterstützen das Präventionsprogramm Ihres Kollegen Tom Lehel. Was sind Ihre Beweggründe? Mussten sie als Kind selbst Mobbingerfahrungen machen?

„Ja, wobei Mobbing früher noch hänseln hieß. Ich war der Kleinste, der Jüngste und der Rothaarigste in meiner Grundschulklasse. Daher rührt wohl auch mein vorhandenes Selbstvertrauen.“

Das von Psychologen entwickelte Präventionsprogramm trägt den Titel „Du doof?!“ und soll Schulkinder mit Rollenspielen und Lernmaterialien zum Thema aufklären. Was zeichnet dieses Konzept aus?

„Der Titel ist sehr plakativ und auch sehr provokativ. Das Programm ist modern, cool und hipp – deshalb fühlen sich die Schüler angesprochen.“

In das Projekt sind Youtube Stars wie die „Lochis“ eingebunden, es gibt Musikvideos und Präsenz in den sozialen Medien. Können Kinder so für das Thema sensibilisiert werden? Welche Rolle spielt „Cybermobbing“ in Ihrem Präventionsprogramm?

„Durch das Internet hat Mobbing noch mal eine ganz andere Qualität bekommen. Ich möchte heute nicht in der Haut von jungen Menschen stecken. Die „Lochis“ sind als Youtube Stars extrem wichtig, denn mit ihnen identifizieren sich viele Schüler.“

„Kinder stark machen“ zielt auf die Stärkung des Selbstvertrauens der Kinder, damit sie später – auch gegen Gruppendruck – nein zu Suchtmitteln sagen können. Ist das auch ein richtiger Ansatz gegen Mobbing? Was würden Sie Eltern raten, deren Kind gemobbt wird?

„Selbstvertrauen ist sehr, sehr wichtig. Vielleicht heute noch wichtiger, als früher. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Äußerlichkeiten immer wichtiger werden, was ich sehr schade finde. Suchtmittel sind, egal in welchem Alter, sehr uncool. Eltern, deren Kinder gemobbt werden, sollten sich Hilfe holen und sich von erfahrenen Coaches helfen lassen.“

Herr Cantz, vielen Dank für das Interview!