Hedwig Neven DuMont

Ein gesundes Selbstbewusstsein macht Kinder stark

12.12.2014 | Hedwig Neven DuMont ist die Vorsitzende des Unterstützungsvereins „wir helfen“ in Köln und Halle an der Saale. Dies ist eine Aktion für Kinder und Jugendliche in Not. „wir helfen“ sammelt Spendengelder, die für die Schaffung von Einrichtungen und Förderung von Projekten genutzt werden. Im Interview erklärt sie, warum sie sich für den Verein engagiert.

Portrait Hedwig Neven DuMont
© Hedwig Neven DuMont

Frau Neven DuMont, Sie sind die Vorsitzende des Unterstützungsvereins „wir helfen“ in Köln und Halle an der Saale. Was verbirgt sich hinter dieser Aktion?


„Viele von uns wissen nicht, dass wir auch hier Kinder und Jugendliche ohne jede Chance oder Zukunft haben. Diesen müssen wir helfen!“

Warum setzen Sie sich für Kinder und Jugendliche in Not ein?


„Man muss sich nur vorstellen, wie es ist, ohne ein Frühstück, ohne Mahlzeiten, ohne halbwegs anständige Kleidung. Man ist immer ein verlachter Außenseiter.“

Ein Pflegevater, der Kinder aus akuten Notlagen vorübergehend bei sich aufnimmt, kritisiert: „Elternrechte zählen in Deutschland mehr als Kinderrechte“. Teilen Sie diese Meinung?


„Leider ja.“

Was macht Kinder stark, damit sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen?


„Selbstbewusstsein. Und das bekommt man nur durch Anerkennung und Liebe!“

Chancengleichheit für Kinder wird als ein erstrebenswertes Gut oft hervorgehoben und betont. Woran scheitert es Ihrer Meinung nach in der Umsetzung?


„Viel zu viele Kinder kommen auch hier ungeplant und unerwünscht auf die Welt. Ein Anfang, der nur durch besondere Einrichtungen gebessert werden könnte, und da müsste noch sehr viel geschehen.“

„wir helfen“ feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Was planen Sie in den nächsten Jahren?


„Dank Kölner Bürger – und da muss ich sagen, ganz Köln ist mit Hilfe dabei – konnten wir schon sehr vieles bewirken und das soll so weitergehen. Ich wünsche mir, dass es hier keine Kinder oder Jugendliche ohne Chance gibt. Und dafür müssen wir alle zusammen sorgen.“

Vielen Dank.